Im kinder.musical.theater Storchen begeistern Schneewittchen und ihre sieben Zwerge

Gelungene Premiere im Storchen

Am Samstag feierte die neueste Inszenierung am kinder.musical.theater Storchen Premiere. Schneewittchen, ihre sieben Zwerge und die böse Königin zeigen ihr Talent bis Mitte November.

Storchen «Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?» Es gibt wohl kaum jemanden, der diesen Satz aus dem Märchen Schneewittchen nicht kennt und wohl kaum jemanden, der ihn überzeugender und selbstbewusster ausspricht als die Darstellerin der bösen Königin im kinder.musical.theater Storchen. Bei jeder Wiederholung wird sie wütender, wenn es wieder heisst: «Schneewittchen hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, ist noch tausend Mal schöner als ihr.» Genauso wie ihr boshaftes Lachen bleiben einem die Melodie und der Gesang der sieben Zwerge in Erinnerung, wenn sie von ihrer Arbeit nach Hause kehren und sich auf  Schneewittchen freuen. Es gelingt ihnen nicht nur, perfekt der Reihe nach schnell und keck ihre Zeilen zu sagen, sondern auch, mit ihren erfrischenden Sprüchen das Publikum zu begeistern. «Wir sind für Gleichberechtigung», antwortet einer der Zwerge Schneewittchen prompt, als diese anbietet, für die sieben Zwerge das Häuschen stets sauber zu halten. Selbst, wenn sie nicht im Mittelpunkt des Schauspielgeschehens stehen, fallen sie nicht aus der Rolle und gehen konsequent ihrer Arbeit nach.

Die passende Besetzung

Es zeigt sich nicht nur bei der bösen Königin und den sieben Zwergen, sondern auch beim Diener, dem Prinzen, dem Jäger und den restlichen Darstellerinnen und Darsteller: Regisseurin Bettina Kaegi ist es wieder einmal gelungen, für alle Kinder im Stück die passende Rolle zu finden. Perfekt besetzt ist auch das Schneewittchen. Zum Verwechseln ähnlich sieht ihr zunächst ihr jüngeres Selbst – später überzeugt die Darstellerin mit der lieben und auch etwas naiven Art, wie man sie von der schönen Prinzessin kennt.

Kinderfreundliche Texte

Über die rund 70 Minuten begeistern sie und ihre Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne, wie der Applaus zwischen den Szenen und am Schluss des Stücks zeigt. Kreativ, wie der Spiegel inszeniert wird, einfallsreich, wie die Texte eines eher bösen Märchens kinderfreundlich daher kommen, heisst es nach der Premiere aus den Reihen des Publikums. Zu verdanken ist dies Rico Bühler, der das Stück für das Storchentheater auf Deutsch geschrieben hat und Bettina Kaegi, die den Text stellenweise überarbeitet hat, so dass eine kindergerechte Geschichte dieses Märchenklassikers entstanden ist. Das Stück wird bis November jeden Samstag um 17 Uhr und jeden Sonntag um 15 Uhr aufgeführt.

Von Ladina Maissen

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